Adrian Senger entwirft seine Abschiedsrede
Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zunächst einmal ganz herzlichen Dank für diese riesige Überraschung, die Sie mir mit dieser Abschiedsgala bereiten. Sie erwischen mich völlig auf dem falschen Fuss: Ich bin überhaupt nicht vorbereitet, und so stehe ich nun etwas ratlos vor Ihnen, um ein letztes Mal in der Funktion als Filialleiter mit Ihnen zu reden.
Ja, wo soll ich anfangen?
Vielleicht hier: Als ich vor 46 Jahren nach einer abgeschlossenen Lehre als Bäcker in das «Central» eintrat, wusste ich vor allem eins: höchstens zwei Jahre. Ich wollte ein wenig Berufserfahrung sammeln, bevor ich meine Träume verwirklichen wollte. Ja, ich hatte große Träume: Auf der Atlantikroute auf den großen Schiffen arbeiten, die Welt sehen, Abenteuer erleben.
Wie vielleicht einige von Ihnen wissen, ist nichts daraus geworden.
Stattdessen sind aus den zwei Jahren Berufserfahrung dann 46 Jahre leidenschaftlicher Einsatz für das «Central» geworden, die letzten 16 Jahre als Geschäftsführer.
Dass Sie jetzt eine derart tolle Überraschungsparty hinter meinem Rücken und ohne mein Wissen aus dem Erdboden gestampft haben, zeigt mir, dass ich, der «Alte», wie Frau von Zock mich nennt, wenn ich es nicht höre, so schlecht nicht gewesen sein kann.
Lassen Sie mich ein wenig ausholen, bevor ich in Pension gehe.
Ich nehme doch an, dass Sie ein zwei Stunden Zeit haben, oder?